Warcraft 3 vs. StarCraft vs. die Völker 2

2 Jahre 7 Monate her #1 von CultGames
CultGames erstellte das Thema Warcraft 3 vs. StarCraft vs. die Völker 2
3 Games - aber nur einer, der wirklich schockt?

Ich muss ja mal ehrlich sagen, jede Spielreihe ist ein Erfolg für sich. Aber, gerade weil ich zur Zeit viel Warcraft 3 spiele, von dem, glaube ich, League of Legends weiterentwickelt wurde, sind mir immer wieder total krasse Parallelen aufgefallen.

Von der Geschichte her muss ich aber sagen, dass mir Warcraft 3 mit den Videos und den vielen Zwischensequenzen bisher am besten gefiel. Ich weiß auch, dass Age of Empires, die Siedler, Empire Earth und andere dazugehören, aber ich finde, diese Spiele unterscheiden sich gravierend von den Warcraft, Starcraft und die Völker - vielleicht wegen der Grafiken? Eher wegen den Gemeinsamkeiten

Bei StarCraft und die Völker 2 gibt es exakt 3 Völker, die man spielen kann. Die Völker 2 hat, wenn ich mich richtig erinnere, mehr Möglichkeiten der Erforschung und ich finde, es gibt hier die "längste" Ausbildungsreihe, wo man bei den anderen beiden Spielen spezielle Gebäude baut, um direkt Einheiten aus dem Nichts zu erschaffen ist es bei die Völker so, dass man erst den Nachwuchs hat, der heranwächst und in der Schule lernt und später schickt man die "jugendlichen" in die Ausbildung, auf das sie einen "Job" erlernen. Finde ich persönlich viel logischer als bei den anderen beiden Spielen, wobei bei Warcraft 3 ein Stamm existiert (Untote), wo es dann wieder Sinn macht, dass aus dem Nichts etwas erschaffen wird.

Vom Ideenreichtum finde ich Warcraft 3 absolut unschlagbar. StarCraft ist einfach ein super schönes Metzelspiel, bei denen es, wie ich finde, eher zweitrangig um die Ressourcenbeschaffung geht. Alle 3 Spiele haben 2 Rohstoffe, die es zu sammeln gilt. Bis auf Warcraft 3 haben StarCraft und die Völker jeweils 3 Stämme, die man spielen kann. Leider bringen Erweiterungen keinen neuen Stämme, sondern neue Einheiten und kleine Verbesserungen am Spiel selbst - Ausnahme die Völker 2, bei dem es nur Patches gab.

Kein Spiel bietet eine Erweiterung, um weitere Stämme dazu zu bekommen, soweit ich das recherchieren konnte.

Von der Grafik her gefällt mir die Völker am besten. Es ist irgendwie alles sehr einheitlich gehalten und sehr freundlich für ein Strategie-Spiel dieser Art.

Die Völker 2 hat 2 Stämme, die aus einer Phantasie-Welt entspringen - der Austragungsort scheint in den Amazonas zu liegen, da dies aus dem Volk der "Amazonen" schließen lässt. Die KI ist ausgewogen, aber einfach gestrickt. Es gibt trotzdem hin und wieder überraschende Momente der KI, die entweder gezielt auf Ereignisse programmiert wurde oder einfach absolut zufällig passieren, aufgrund von bestimmten Eigenschaften des vom KI gespielten Volkes. Die Sounds sind gut gelegt, allerdings manchmal mehr als nötig. Gut finde ich das Benachrichtigungs-System, was über Ereignisse nochmal optisch berichtet und den Sound damit zweitrangig macht. Man hat ein verspieltes, aber übersichtliches Optionsfeld - teilweise verliert man kurz die Übersicht und muss sich erst an die eigenwilligen Bauten und deren Funktionen gewöhnen. Mir gefällt die hier besonders die Grafiken und der logische Aufbau der Völker. Missfällig ist jedoch die Möglichkeit der Mechaniken. Wo man sehr viel Liebe in die Ausbildung und den Details steckt, bleibt der eigentliche Kampf etwas mikrig. Keine Spezialeinheiten, keine speziellen Fähigkeiten und insbesondere, was mich stört, keine Verbesserung der Einheiten, keine individuellen Ausbildungen der Einheiten und keine wirkliche Überraschung, wegen steifer Kampfsimulation (meine damit, dass die 1 vs. 1 Kampf gleichstarker Einheiten dazu führt, dass der, der den ersten Stich setzt das Duell immer gewinnt.) Man beachten hier die Tag-Nacht-Mechanik, die tatsächlich Auswirkungen auf die Strategie nehmen kann.

Warcraft 3 hat mehrere Stämme, aber Menschen, Orcs und Untote sind die spielbaren Gruppen - der Austragungsort ist "die Erde" in denen verschiedene Stämme um die Weltherrschaft kämpfen, weil es das Totenreich so will. Ich muss bei den Orcs irgendwie immer an Shrek denken ^^ die KI benimmt sich vielfach wie ein Esel. Ob die eigenen Truppen sich plötzlich den Weg versperren oder nicht erkennen, dass ein Gebäude den Weg versperrt, oder der gegnerische Gegner absehbare Angriffsabfolgen folgt bzw. auf bestimmte Ereignisse erst ausgelöst wird, macht das Spiel stellenweise sehr einfach. Bei jedem Klick gibt etwas angeklicktes Geräusche wieder - mit unter sehr nervig für Dritte, man selbst ist irgendwie im Warcraft Spiel so drin, dass es nicht weiter stört. Wenn eine Mine beispielsweise zusammen fällt, kann es schnell im Eifer des Gefechts passieren, dass man sowas gar nicht richtig mitbekommt und erst später dann nach Truppen suchen muss, die nichts tun (sehr nervig bei den Untoten, wo einem die untätigen "Handwerker" angezeigt werden, aber nicht untätige "Groul", die für die Holzbeschaffung zuständig sind, was mitunter zu Situationen führt, wo sein Kampherr stirbt und keiner mehr Holz sammelt. Zudem verteidigen sich die "einfache Kampfeinheit" kein bisschen, wenn es ressourcen sammelt, was sehr unrealistisch ist, weil sogar ein Bauer um sein Leben rennen oder kämpfen würde. Die 3 Stämme haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, besonders Schwach scheinen mir die Orcs, die einen immensen Personalbedarf an normalen "Orcs" haben, wie ich finde. Die Spielweise der Stämme unterscheidet sich, wie ich finde, grundlegend, wobei die Gemeinsamkeit in den Möglichkeiten liegt. Jeder kann Flugeinheiten ausbilden, jeder kann Helden beschwören, also prinzipiell kann jeder das gleiche, nur mit unterschiedlichen Eigenschaften, die dann im taktischen Moment das Fünklein an der Waage ausmachen können. Positiv, als auch Negativ. Darum macht es hier Sinn die Kampagnen vollständig zu spielen, um alle Mechaniken, Vor- und Nachteile kennen zu lernen. Die Kampfsituation ist jedoch überwältigend. Man kann seine Spezialeinheit verbessern (leveln) und für einzelne Einheiten weitere "Upgrades" erforschen. Das gefällt mir sehr. Die Kampfmechanik sieht es vor, dass mit einer prozentuellen Wahrscheinlichkeit eine Aktion entweder fehlschlägt, (Ebenen und Fernsicht sind ebenfalls berücksichtigt) und durch Magie das Spiel noch weitere Elemente bietet den Kampf kurzfristig noch zu gewinnen. Sehr cool ist auch der Tag-Nacht-Wechsel, der direkte Auswirkungen hat, besonders in den Kampagnen, wo "einzelne Truppengegner" den Schlaf vollziehen, bis sie angegriffen werden und Tagsüber hellwach den Posten halten. Die Menschen, Orcs, Untoten, Zentauren, Elfen, Drachennester und viele mehr macht Warcraft 3 zu einem echten Universum. Leider nimmt man in Warcraft 3 sämtliche Illusion von verschiedenen Welten und es wirkt leicht lächerlich, dass der Fürst der Finsternis erstmal (scheinbar, man sieht es nicht) 3 Stunden vor einer Stadt hockt und in Sand das gesamte Sonnensystem malt, mit hübschen kleinen Verzierungen, um es dann im Sand zu zerstören mit der Ansage die Erde zu zerstören, um dann zu einer Stadt zu gehen und diese kaputt zu machen. Warcraft 3 bringt auf einem Planeten so viele individuelle Orte her, wie die Erde in Echt zu besitzen scheint. Die Spielorte sind sehr schön gestaltet und haben immer einen Charm vom regierenden Stamm. Was mir negativ aufstößt ist die geringe Truppenstärke, die man bilden kann, zumal die "Sammeleinheiten" mit zu den regulären Einheiten zählen. Das aber bringt auch Vor- und Nachteile für einzelne Stämme im Spiel (z.B. Untote deren Holzsammler einfache Kampfeinheiten darstellen können)

StarCraft hat 3 Stämme, die man auch spielen kann. Menschen, Alienwesen und mechanische Wesen. Ich habe die Namen der Stämme gerade nicht im Kopf, Es ist das Spiel, bei dem es eigentlich um Schnelligkeit geht. Erst möglichst viele Ressourcen sammeln und in Einheiten investieren, um dann mit einer gewaltigen Armee, und am besten unter ständigen Nachschub, sämtliches Leben im Einsatzgebiet zu vernichten. Ich finde, gerade weil man verschiedene Planeten hat, dass man hier das Potenzial komplett ungenutzt lässt verschiedenste Neben-Stämme, wie bei Warcraft 3, schon mal ins Spiel zu bringen, die dann entsprechende Rollen in Fortsetzungen hätten einnehmen können. Es scheint fast so, als hätte sich das Entwicklerteam total auf die 3 Stämme versteift und alles drum her rum einfach vergessen. Erschreckend viel Spaß macht es trotzdem, denn massenhaft Truppen auszubilden und in den Kampf zu schicken war ja ursprünglich die Idee in dem Genre. Besonders gut finde ich, dass sich Einheiten permanent verbessern, desto mehr Kills diese haben. Das Einheiten-Ranking-System hätte ich mir für viele andere Spiele des Genres sehr gewünscht. Besonders schön finde ich die Locations, die aber teilweise einfach öde wirken. Man hätte auch hier, gerade wegen dem Weltraum, so viele unendliche Möglichkeiten gehabt. Sehr viele Ähnlichkeiten hat man, wenn man Warcraft und Starcraft hintereinander zockt. Plötzlich fällt auf, dass bei jedem Klick ein Sound erscheint. Allerdings ist Starcraft eine sehr magere Version von Warcraft und hätte viel mehr in Richtung "Krieg der Sterne" (Star Wars) entwickelt werden können. Das Potenzial wurden hier komplett liegen gelassen oder absichtlich auf Eis gelegt. Immerhin kam nach WarCraft 3 irgendwann dann "World of Warcraft" statt einem "Universe of StarCraft", was dann auch zeigt, welches Spiel bei der breiten Masse einfach besser ankam. Ich kann mir aber besser vorstellen in 300 - 500 Jahren gegen Alien-Rassen um Ressourcen im All zu kämpfen, als gegen Untote, Elfen, Zwerge oder andere fiktive Figuren aus den Geschichtsbüchern der Menschheit. Aber ich denke da liegt der Erfolg - Elfen, Orcs, Zwerge, Drachen, Zentauren und viele andere Gestalten in Warcraft 3 sind eben allseits bekannt durch Märchen und Filme. Ein mechanischer Stamm müsste ja von jemanden entwickelt wurden sein, bevor die einfach angefangen haben sich selbst zu steuern. Sieht man aber mal bei den Menschen in heutiger Zeit, ist man bereits dabei Programm zu programmieren, die sich selbst oder andere Einheiten steuern können und, ohne Zutun, selbst lernen können. Das ganze ist also eigentlich keine Fiktion, sondern eine klevere Überlegung in die Zukunft. Immerhin automatisieren wie bereits heute fast alles, wo damals mehrere Personen nötig waren und bilden damit die Grundlage für einen eigenen Stamm - der Erfolg dieser Spielreihe ist wohl auch damit verbunden, dass die Fiktion in Zukunft Realität sein könnte, zumindest wenn man in die Weite Zukunft schaut. Irgendwann wird er Planet Erde unbewohnbar sein und man wird Ressourcen auf anderen Planeten suchen müssen und dies führt zwangsläufig auf Begegnungen mit der Dritten oder Vierten Art und ohne technische Hilfe und mechanische Helfer werden wir als Menschen zwangsläufig aussterben, daher schade, dass aus diesem Universum nicht mehr geholt wurde als ein Gemetzel-Game, dass gut umgesetzt wurde und erstmals ermöglicht das gesamte von oben zu steuern.

Die Völker 2 ist glaube ich der "neuste" der drei Titel (2006?!), Starcraft stammt aus 2001 und Warcraft 3 glaube ich so um 2004.

Was ist euer Favorit? Was haltet ihr von den einzelnen Titeln?

Bitte korrigiert mich gerne, wenn ich mit bei etwas geirrt habe. Zur Zeit bin ich voll in Warcraft 3 und kann daher Dinge vergessen oder vertauscht haben ^^

Bei den Vergleichen bediene ich mich nicht der Erweiterungen, die es gibt (Brood War für Starcraft und Frozen Throne für Warcraft 3), weil die Völker 2 keine Erweiterung bietet und wir hier keine Birnen mit Äpfel vergleichen wollen. Darum ist auch kein Dungeon Keeper 2, Age of Empires, Empire Earth, Stronghold oder andere hier aufgeführt.

Ich google bei T-Online nach Fireball.
*Bing*
Hmm... Ask wieso er nach Search im Web nix findet!?
A(h)? O(h)! L vergessen!
Yahoo! Ich hab's gefunden!
:rolleyes:

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